Bausteine zur Gestaltung von Gottesdiensten
zum Thema "Schritte gegen Tritte"
Text: Meine kleine Schwester Sie ist meine Schwester und trägt ein Messer. Meine kleine Schwester trägt ein Messer. Auf dem Klo wird gedealt - mit Drogen wird gespielt Refrain: Sie ist meine Schwester und trägt ein Messer.
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Meine kleine Schwester zahlt Schutzgeld an Erpresser. Refrain Und in der Nacht macht sacht die Erinnerung Schlacht; Sie ist meine Schwester und trägt ein Messer.
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Micha 4:
Wenn die Krieger kommen
Wenn die Krieger kommen
Lock sie aufs Dach der Taube
Lock sie ins Nest der Schwalbe
Lock sie in die Höhle des Löwen
Lock sie in den Wald der Rehe
Geh ihnen entgegen - mit offenen Händen
Voll Brot und Salz, Obst und Wein
Daß sie sich verlaufen im Knüppelholz
Deiner Tugenden
Daß sie sich verirren
Im Labyrinth deiner Freundlichkeit
Mache sie staunen
Beschäme ihre Generäle und Präsidenten
Laß ihre Handlanger ins Leere laufen
Sei eine Tiefebene voller Höflichkeit
Dein Gewehr sei die Klugheit
Deine Kraft sei die Geduld
Deine Geschichte sei die Liebe
Dein Sieg sei dein Schweigen
So daß sich die Landpfleger sehr verwundern
nach H.D.Hüsch, Psalmen für Alletage
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Teil 1: (von Uwe Sielert) Gewalt ist... - wenn jemand zusammengeschlagen wird - wenn Bücher verbrannt werden... ... auch das ist Gewalt Gewalt ist... - wenn du mit anderen auf dem Schwachen Wenn dich deine Oma jeden Sonntag abküssen darf... ...auch das ist Gewalt - wenn Mädchen nicht Kfz-Schlosser werden können ...auch das ist Gewalt - wenn du immer stillhalten mußt Das alles ist Gewalt! Schluß damit! Aber wie!? |
Teil 2 (von Uwe Sielert) - wenn du dich selbst liebst - wenn die Klasse auch einen ihr unsympathischen - wenn ich ein Recht auf Arbeit habe - wenn du als Junge zugeben könntest, daß du auch Angst hast... - wenn du selbst kräftiger wirst - wenn mehr hin-gehört und weniger hin-gelangt wird
Gewalt ist Ausdruck von Schwäche! |
Theaterstück: "Bloß nicht einmischen?"
Option: Lk,10,25-29.30-37 Der barmherzige Samariter
Vorbereitung:
Die Spielszene wird von den Gruppenmitgliedern gemeinsam gelesen und auf den heutigen Kontext übertragen. Wer sind die Akteure jetzt? Wer ist der Überfallene? Wer der Schriftgelehrte? Wer der Priester? Wer der Levit? Wer wird heute wie der Samariter behandelt? Die Szene wird selbst erarbeitet und gespielt. Die Rahmenhandlung kann in ein modernes Gespräch (2 Akteure) gekleidet werden. Gegebenenfalls kann sogar ein aktueller Vorfall aus der Zeitung benutzt werden.
Text:
25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18).
28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.
29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halbtot liegen.
31 Es traf sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.
32 Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber.
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn;
34 und er ging zu ihm, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!
Weitere Hinweise zur Durchführung:
Ablauf:
- Lesung Teil 1 mit verteilten Rollen
- Mehrere "gewalthaltige", selbst entworfene Spielszenen werden bis zu dem Punkt drohender Eskalation gespielt
- a) Gespräch oder b) Gruppen bilden, Fortsetzung der Szenen entwerfen, gegebenenfalls vorspielen
- Lesung Teil 2 mit verteilten Rollen
Mögliche Varianten: - Hörspiel erstellen
- Untermalung durch leise aber "gewaltsame" Musik
Nehmt die Frage der Vergeltung. Ihr habt gehört, daß im Gesetz Israels geschrieben steht: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich sage euch heute: Auf diese Art werdet Ihr weder Frieden schaffen noch gerechte Lösungen für Konflikte finden. Das ,Auge um Auge' war ursprünglich ein Fortschritt: für einen Getöteten hier nur einer auf der anderen Seite - und nicht zehn oder hundert oder eine ganze Stadt. Es ist also ein erster Versuch der Gerechtigkeit.
Aber trotzdem: Die Ungerechtigkeit fängt schon viel früher an! Schon wer an die Gewalt denkt, stellt sich gegen meinen Willen. Deshalb sage ich euch: Setzt dem, der böses ist, keine Gewalt entgegen. Sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch noch die linke hin.
Und wer euch das Hemd nehmen will, dem gebt ihr auch noch den Mantel. Gebt dem, der euch um etwas bittet, teilt mit ihm. Und weist nicht ab, wer etwas von euch ausleihen will, sondern seid großzügig.
Und wer euch zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, mit dem geht gleich zwei. Auf diese Weise werdet ihr verstehen, warum er dazu kommt, zur Gewalt zu greifen. Und ihr werdet Wege finden, daß er von der Gewalt abläßt. Wie soll denn jemals eine neue Welt entstehen, wenn keiner den Teufelskreis der Gewalt durchbricht? Darum verpflichte ich euch: Hört auf mit der alltäglichen, ,kleinen' Gewalt.
Matthäus 5, 38-42 (Ökumenische Jugendbibel)
Nehmt den Umgang mit den Feinden. Ihr habt gehört, daß im Gesetz Israels geschrieben steht: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich sage euch heute: Liebe und Haß passen nicht zusammen. Wer in einer winzigen Ecke seines Herzens noch haßt, wird niemals genug Kraft zur Liebe haben. Und der Haß beginnt viel früher, als ihr denkt. Deshalb sollt ihr eure Feinde lieben und für die beten, die euch verfolgen. Nur so könnt ihr die Spirale des Hasses durchbrechen und zeigen, daß wir alle Brüder und Schwestern sind, die einen Vater haben. Aus grenzenloser Güte läßt euer Vater die Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. Was ist denn außergewöhnlich an euch, wenn ihr die liebt, die euch auch lieben und nett seid zu denen, die euch gegenüber freundlich sind? Welchen Lohn erwartet Ihr dafür? So handelt doch sogar jemand, der nur aus Berechnung lebt. Ihr aber solt aus Liebe handeln, aus grenzenloser, vollkommener Liebe. Hängt eure Ziele nicht zu tief. Versucht, so vollkommen zu sein, wie es euer himmlischer Vater ist. Was meint ihr, habe ich mit diesen Worten das Gesetz aufgehoben? Habe ich die Buchstaben verwässert oder den Geist beiseite gewischt? Ich will euch nur eins klarmachen: Das Böse beginnt viel früher, als ihr denkt. Und die Möglichkeit, gut zu handeln, besteht in jeder Stunde eures Lebens. Matthäus 5, 43-48 (Ökumenische Jugendbibel)
W.Wink, Im Angesicht des Feindes, Claudius Verlag München 1988, S.33-45
Alternative: Betrachtung zum Hamburger Hungertuch: "Armut und Gewalt in der Lebenswelt Jugendlicher"
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Ein Bekenntnis von Jugendlichen Ich werde nicht glauben Ich will glauben ich glaube an geöffnete Hände. Ich werde nicht glauben, Ich will glauben, dass Menschen besser sind,
Ich will glauben Ich werde nicht glauben Ich will glauben Ich werde nicht glauben Ich will glauben
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Wir glauben an Gott, der die Liebe ist Wir glauben an Jesus Christus, der zu uns kam, Wir glauben an den Geist Gottes, Wir glauben an die Gemeinschaft des Glaubens, Wir glauben an Gottes Versprechen, Wir glauben nicht an das Recht des Stärkeren, Wir glauben an die Rechte der Menschen, Wir glauben nicht an Rassismus, Wir glauben, dass alle, Männer und Frauen, Wir glauben nicht, dass Krieg und Hunger unvermeidlich sind Wir glauben an die Schönheit des Einfachen, Wir glauben nicht, dass das Leiden umsonst ist, Aber wir wagen, immer wieder und trotz allem, UCCP Midsayap 1985
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Selbstverpflichtung (geschrieben von Mitarbeitern eines Friednes-Gottesdienstes als Abschluß einer Schulwoche am Schulzentrum der Haupt- und Realschule Munster) |
| Vor Gott sind alle Menschen gleich. Wir alle haben ein Recht darauf, ein Leben in Freiheit, Frieden und Würde zu führen. Deshalb stehen wir gemeinsam für die folgenden Grundsätze ein, an dieser Schule und in dieser Stadt, zuhause und in der Öffentlichkeit:
* Niemand soll aufgrund von Glauben, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Schulart oder Behinderung beschimpft; ausgegrenzt oder anders. diskriminiert werden. AIle: Wir wollen lernen, alle Äußerungen rassistischer Art zu vermeiden und zu verhindern: * Niemand soll in Angst vor Erpressung und Schlägen zur Schule kommen müssen; niemand soll seine Wut über mangelnde und fehlende Wärme an Sachen oder Mitmenschen auslassen müssen. Alle: Wir wollen lernen, uns für das Recht des Schwächeren einzusetzen und Gewalt gegen Sachen und Mitmenschen eindämmen. * Niemand soll in Konflikten mit anderen (Eltern, Lehrer, Mitschüler, Fremde) allein gelassen und so der Gewalt von Beschimpfungen oder Fäusten hilflos ausgesetzt werden. Alle: Wir wollen lernen, Konflikte gewaltlos zu lösen und für Gerechtigkeit und Frieden einzustehen. * Niemand soll unter sexueller Anmache zu leiden haben; niemand soll durch seelische Einschüchterung zu Gewalttaten und Unrecht gezwungen werden. Alle: Wir wollen im Frieden miteinander leben. Deshalb sagen wir NEIN zu Fremdenfeindlichkeit und JA zu Solidarität und Gemeinschaft mit allen Menschen. Wir beten gemeinsam: Alle: Herr, mache mich ein Werkzeug deines Friedens, daß ich Liebe übe, wo man sich haßt, daß ich verzeihe, wo man sich beleidigt, daß ich verbinde, wo Streit ist, daß ich die Wahrheit sage, wo Irrtum herrscht, daß ich den Glauben bringe, wo Zweifel drückt, daß ich Hoffnung wecke, wo Verzweifiung quält, daß ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert, daß ich Freude schaffe, wo der Kummer wohnt. Amen. (nach dem Friedens-Gebet von Franz von Asissi)
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DER EINE WEG DER ANDERE WEG
FLUCHT KAMPF Unterwerfung Bewaffneter Aufstand
DER DRITTE WEG JESU Ergreife die morakische Initiative Sorge dafür, daß die Mächtigen Entscheidungen fällen müssen, auf die sie unvorbereitet sind
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